Der Großbaum hat immer Recht,
erst danach kommt was der Skipper sagt.

Menü

Drucken
Projekt Bojenboot
Um bei Regatten und an Trainingstagen unabhängiger zu werden haben wir uns die Idee für ein Bojenlegersystem aus dem WWW "geliehen".Da unsere Einrumpfboote so gut wie Unsinkbar und Kentersicher sind, brauchen wir für unsere Trainingstage kein Bergeboot. Ohne Bergeboot sind jedoch die Möglichkeiten Bojen auszulegen sehr begrenzt. Nach langer Tüftelei haben wir nun ein Bojensystem das sozusagen Modular aufgebaut ist, alle Komponenten sind sehr Preisgünstig und die Bojen stehen sehr gut. Das Einholen geschieht Maschinell, was zum einen Zeit und zum anderen Kraft spart. Blieb als letztes Problem das ausbringen der Bojen. Auch ein kräftiger Mann kann eine Boje nicht viel weiter als 10 Meter werfen. Diese Entfernung ist je nach Gewässer für eine oder 2 Bojen ausreichend, falls aber auflandiger Wind steht ist nicht einmal das möglich.
Es muss also ein Bojenleger her, der es ermöglicht die Bojen nach Wunsch zu plazieren. Der Bojenleger muss wie unsere Segelboote Wind und Welle aushalten ohne seine Ladung zu verlieren. Die Anforderungen im Detail:
  • Stabilität (Welle) durch IOM-Kielimage002image005image001image003
  • ausreichende Motorisierung
  • fixierung der Ladung
  • fehlerfreies Auslösen, genaues plazieren
  • Leichtes Einholen der Bojen
  • "Ersatzteile" für die Bojen leicht zu beschaffen
  • Verwendung verschiedener Gewichte und Bojen möglich
  • Verwendung als Bergeboot möglich

Bojenleger-FreeCADBojenleger2-FreeCAD
 Wir fanden im Internet ein Projekt mit einem RC-Laser das sehr gut funktioniert, und beschlossen dieses für unsere Zwecke zu adaptieren. Als Material wurde ein Schwimmkörper aus Styrodur mit einem Aufbau aus Sperrholz gewählt. Der Motor stammt aus einem ausrangiertem Geländewagen-Modell. Für die Steuerung und den Auslöser kommen alte Servos zum Einsatz. Zugekauft wurde lediglich die Schraube, das Ruder und die Wellenkupplung. Der Bojenleger wurde mit dem Programm FreeCAD (freie CADCAM - Software) entworfen und gezeichnet.

 

Das Bojensystem: Die Bojen bestehen aus Limonadenflaschen die mit einem stück Kette zum stehen gebracht werden. Die Gewichte sind Hantelscheiben weil diese Scheiben in verschiedenen ausführungen äusserst günstig in jedem Sportgeschäft zu haben sind. Eine Boje lässt sich bei leichter bis mittlerer Welle mit einem 0,5 Kg Gleitgewicht an einer Leine gut fixieren. Die Leine reicht logischerweise bis zum Ufer, wo sie mit einem weiteren Gewicht auf Grund gelegt wird. Das Ufergewicht wird vor dem Einholen von der Leine genommen damit die Leine wieder aufschwimmt. Eingeholt wir mittels Akkuschrauber, das spart Zeit und Kraft. Falls die Welle zu stark wird kann man das Gleitgewicht verdoppeln indem man einfach eine 2. Hantelscheibe mit einem Karabiner einhängt. Beim Einholen der Leine wird das Gleitgewicht zur Boje hochgezogen und verhängt sich nicht auf Grund, einzige Bedingung ist ausreichend Schnelligkeit, dies erledigt der Akku-Schrauber.

Die Bojen wurden von Obmann Karl und mir bereits getestet und haben uns überzeugt. Der Zeit und Arbeitsaufwand war minimal und trotz grosser Steine in Ufernähe ging weder eine Boje noch ein Gewicht verloren. Fehlt nur noch das Bojenboot um Bojen nach Lust und Laune trockenen Fusses setzen zu können. Und wie man an den Bildern sieht, geht die Arbeit voran. Der Auslöser funktioniert einwandfrei, das Gewicht gleitet über das Heck ab und die Boje "springt" geradezu durch den Gummi hinterher. Erste Änderung die vorgenommen werden muss: Das Gewicht muss seitlich fixiert werden, da sonst die Bordwände in mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Wir werden Euch selbstverständlich über die weiteren Fortschritte hier auf dem laufenden halten.

Update 16.10.2013  Das Boot ist jetzt bei Karl, er macht es fertig... Motor / Ruder-Einbau und konstruiert noch einen Kiel samt Gewicht, eventl. ist diese Woche noch eine Probefahrt möglich.

Update 04.11.2013 Der Bojenleger ist das erste Mal gefahren. Liegt gut im Wasser und hat mehr als genug Leistung, einziges Manko... Unser Regler ist nass geworden. Im Vorschiff sind ein paar Änderungen notwendig, um die Lebensdauer des Fahrtreglers zu verlängern.

Update 11.11.2013 Bei einer weiteren Probefahrt ist nochmals Wasser in der Elektronik, also nochmals suchen und abdichten., Das neue Vorschiff ist jedenfalls super und auch die Abdeckung des Einbauschachts für die Elektrik ist perfekt. Die neue Schwachstelle liegt an der Kabeldurchführung die beim Retourfahren Wasser nimmt. Auch der Ruderservo muss neu abgedichtet werden da er bei Welle und beim Retourfahren nass werden kann. Die Welle der Schraube wird nochmals geschmiert um 1. sicherzustellen daß kein Wasser über die welle eindringt und 2. die Geräusche und vibrationen zu senken die unsere ungelagerte Low-Cost Welle verursacht. Da merkt man doch das für den Bau vorhandene Komponenten aus z.b. Autos(Motor u. Regler) verwendet wurden. Diese sind extrem Nässe-anfällig, aber nach dem 3. mal abdichten muss es dann auch gut sein. Ansonsten ist der Bojenleger perfekt geworden.

Wir werden bei Gelegenheit ein kleines Video produzieren und hier veröffentlichen.

 Update 26.05.2014

Nach einer Modifikation des Stevenrohrs und der Antriebswelle durch Karl ist die Reibung im Antrieb auf ein Minimum reduziert. Der Motor läuft runiger,länger und hat insgesamt mehr Kraft.  Das Boot kann jetzt locker 5 Bojen auslegen und verbraucht nicht einmal 30% des Akkus dabei. Anbei ein Foto vom Schwanensee in Wien mit einem ausgelegten Dreieckskurs inkl. Startbojen.

Bojen Schwanensee2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Bojenleger auf Transportbox      2  Bojenboot mit Kiel im Profil

Portraitimage104

1. Fahrtest

Boje fahren 1Boje fahren 2

 

Und hier das lange versprochene Video um die Funktion zu dokumentieren...

 

  

 

 

Weil das Wetter so schön war machte ich auf dem Donau/Oder-Kanal einen Bojentest..  Dieses Areal wäre auch für Regatten ganz gut geeignet.

Bojen 1 Kurs

 

Euer

 AUT 35

die Einsteigerklasse...

Dragon Force

Dragon Force

AUSTRIA


 

Go to top